Welta Kamerawerke Freital


Am 6. Mai 1914 gründeten die sächsischen Kaufleute Walter Waurich, Waldemar Radewensky  und Theodor Weber in Heinsberg bei Freital das Welta-Kamera-Werk. Im Kamerawerk beschäftigte man zunächst nur zwei  Mechaniker, die in kleinen Stückzahlen in Handarbeit Plattenkameras herstellten. Ab 1919 standen bereits 8 Grundmodelle zur Verfügung, durch die vielen Variationen ergaben sich fast 100 unterschiedliche Modelle. Die ersten Plattenkameras trugen die Modellbezeichnung Welta, der sich bald als Markenzeichen etablierte und später als  Firmenname "Welta Kamerawerke Waurich & Weber" übernommen wurde. Ab 1923  wurde das Kamerawerk zur "Welta GmbH".

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Werk zunächst teilweise demontiert und ein Teil der Produktionsanlagen in die Sowjetunion gebracht, danach aber von den Besitzern wieder aufgebaut, noch im gleichem Jahr durch die in Ostdeutschland herrschenden Komunisten enteignet. Ab 1949 wurde das Kamerawerk unter  neuer Verwaltung als VEB Welta Kamerawerk geführt. Es wurden wieder Faltbalgenkameras gebaut, so die hervorragenden Welti I und Welti Ic, sowie die Rollfilmkamera Weltax. Im Jahre 1950 wurden die Tharandt Kamerwerke eingegliedert, wodurch die zweiäugigen Kameras vom Typ Reflekta I  und Reflekta II das Modellangebot erweiterten. 1959 wurden die Welta Kamerawerke in die VEB Kamera- und Kinowerken Dresden eingegliedert. Somit hörte wieder ein Traditionsunternehmen auf zu existieren und die Marke "Welta" endgültig vom Markt genommen. 

Aber der Ruf der Welta Kamerawerke Freital bestand in den weiteren Produtionsreihen am Standort weiter und ist bis heute ungebrochen.