Praktica L-Baureihe

von 1969 - 1989


Es werden nur Kameras vorgestellt, die sich im Besitz des Kamera-Museums befinden.


1969 begann die Einführung einer neuen Praktica-Kamera-Generation, die sich an dem geänderten Gebrauchsverhalten der Kunden, dem Design und den neuen Technologien orientierte.
Das Grundmodell konnte schnell geändert und den Bedingungen am Markt angepasst werden. Durch die Fließband-Montage konnten Taktzeiten von bis zu 30s erreicht werden. So konnte eine hohe Stückzahl gewährleistet werden.

 

Es gab bis 1990  4 Praktica L Modellreihen mit folgenden Stückzahlen

  • Praktica L 1. Generation    1.110.357
  • Praktica L 2. Generation       740.152
  • Praktica L 3. Generation    1.191.642
  • Praktica L 4. Generation    1.794.728

Der Buchstabe L in der Modellreihe steht als Synonym für "Lamellenverschluss".

Trotz der Vielfalt im Kameraangebot waren die Kameratypen mit TTL-Belichtungsmessung bei Arbeitsblende in allen Generation am erfolgreichsten.

Bis 1989 war die Nachfrage nach diesen Kameras mit dem Objektivanschluss M42x1 so groß, dass erst in diesem Jahr (1989) die letzte Kamera dieser Modellreihe produziert wurde.

Die Grundmodelle der Baureihe sind 

  • Praktica L      -    Basismodell ohne Belichtungsmessung 
  • Praktica LLC -    Spitzenmodell mit Blendenwertübertragung
  • Praktica LTL  -    Kamera mit TTL-Arbeitsblendenmessung
  • Praktica LB   -    Kamera mit Außen-Belichtungsmessung
  • Praktica VLC -    Wie LLC, aber mit Wechselsuchereinsätzen

Praktica L  1.Generation

Baureihe ab Dezember 1969 bis Oktober 1978

Mit der Praktica L-Baureihe wurde ein neuer Konstruktionsmaßstab erreicht. Das Grundmodell war so angelegt, dass jeder Zeit Kameravarianten mit veränderten technischen Inhalt gefertigt werden konnte. Dabei wurde ein hoher Grad an Standardisierung von bis zu 90 % erreicht.

Merkmale sind:

  • Metall-Lamellenverschluss eigener Bauart
  • Verchromung der Plasteverkleidungen der Kamera
  • neuartige Blendenwertübertragung zwischen Kamera und Objektiv

Praktica L

1969-1975



Praktica autoreflex S

1975



Praktica LLC

1969-1975



Praktica LTL

1970-1975



Praktica LB

1972-1977



Praktica autorelex SL

1975



Praktica LTL 2

1975-1978



Praktica super TL 2

1976-1978



Praktica L  2.Generation

Baureihe ab November 1975 bis Januar 1980

Die Modelle dieser Reihen basierten auf den gängigen Kameratypen der 1. Generation. Grundsätzliche Veränderungen fanden nicht statt. Die wesentliche Neuheit war die Praktica EE2 die 1977 auf dem Markt kam. Eine Kamera mit Zeitautomatik.

1978 benutze der Kosmonaut Sigmund Jähn diese Kamera an Bord der Raumstation Salut 6.


Praktica LTL 3

1975-1978



Praktica L2

1975-1980



Praktica LB2

1976-1977



Praktica VLC 2

1976-1978



Praktica EE2

1977-1979



Praktica L  3.Generation

Baureihe ab März 1978 bis Februar 1984

In der 3. Generation standen auch nur Detailverbesserungen im Vordergrund. Wie ein helleres und größeres Sucherbild, zusätzliche Biltzbuchse und ein genoppter Kamerabezug für besseren Halt.

 

 


Praktica super TL 3

1978-1980



Praktica MTL 3

1978-1984



Praktica PLC 3

1978-1983



Praktica DTL 3

1979-1982



Praktica L  4.Generation

Baureihe ab Februar 1980 bis Dezember 1989

Die 4. Geneation der Praktica L-Baureihe stand im Schatten der Ende 1979 eingeführten moderneren

Praktica B.

Die L-Reihe sollte eigentlich nach erfolgreichem Start der Praktica B eingestellt werden. Da aber eine große Nachfrage nach preisgünstigen Kamera der L-Reihe vorhanden war, wurde sogar noch Verbesserungen über die Jahre vorgenommen. Obwohl durch die Praktica B-Reihe eine starke interne Konkurrenz gab, war die 4. Generation mit fast 1,8 Millionen Kamera die erfolgreichste Generation an Praktica-Kameras überhaupt.

Es wurden für die Firma Quelle Auftragsproduktionen von dieser Baureihe durch geführt.


Praktica super TL 1000

1980 bis 1984



Praktica MTL 5

1983-1985



Praktica MTL 5B

1985-1989



Praktica MTL 50

1985-1989