Alte Bahnstrecke Nossen–Moldava

Lost Places - analoge Aufnahmen

Agfa Optima 1535

 

Die heute zum Teil stillgelegte Bahnstrecke Nossen–Moldava wird auch als Zellwaldbahn oder Freiberger Muldentalbahn bezeichnet . Sie wurde 1871 von der Leipziger-Dresdener-Eisenbahngesellschaft gebaut und betrieben. Sie ist bis heute in Abschnitten in Betrieb. Von Moldava war eine Weiterführung bis Prag möglich. 
 

Am 7. Mai 1945 um 17.30 Uhr verkehrte der letzte Zug von Moldava in Richtung Freiberg. Die deutsche Wehrmacht sprengte noch am Abend des selben Tages das Viadukt Lichtenberg und unterbrach die Eisenbahnstrecke. Mit der Demontage der Gleisanlagen bei Neurehfeld zur damaligen Tschechoslowakei wurde die Strecke dann 1948 endgültig unterbrochen. Der verbliebene Gleisabschnitt in der Sowjetischen Besatzungszone bis zur Grenze wurde noch bis 1952 mit gelegentlichen Übergaben für einen Kohlehändler in Neurehefeld befahren. Im Frühjahr 1953 baute dann die Deutsche Reichsbahn die Strecke vom Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld bis zur Grenze endgültig ab.

Am 7. Februar 1972 wurde auch der Abschnitt zwischen Holzhau und Hermsdorf-Rehefeld stillgelegt. Seit 1972 verkehrten alle Züge nur noch bis Holzhau. 

Die an der Bahnstation gelegene Eisenbahnbrücke (km 57,753) wurde 1973 im Rahmen der Dreharbeiten für den DEFA-Spielfilm „Schüsse in Marienbad“ gesprengt.

Der Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld

Die alten Bahnstrecke nach Moldava .

Der Bahnhof von Moldava.

Alle Aufnahmen sind am Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld und dem Teilstück bis Moldava entstanden.