Reflekta


Reflekta-Kamerawerk Tharandt


Die Rollfilmkamera "Reflekta" ist eine Boxkamera für Format 6x6 und wurde von Reflekta-Kamerawerk Tharandt hergestellt. 
Um 1900 gründete der Mechanikermeister Ferdinand Merkel in Tharandt bei Dresdn seine Kamerawerkstatt. Um 1930 wurde der Betrieb in " Kamerawerk Ferdinand Merkel, Tharandt in Sachen " umbenannt. Die rund 30 Beschäftigte produzierten weiterhin ihre bekannten Holzkameras und die Tropenholz-Kameras. Seit 1930 würde die Entwicklung einer neuen Kamerareihe vorangetrieben. Zu dieser Zeit waren zweiäugige Kameras stark im kommen. ( Beispiel Rolleiflex 1929 ).
Die Reflekta wurde 1931 vorgestellt, konnte aber den Konkurz der Firma 1932 nicht abwenden. 
 
1932 übernahm der KaufmannFritz Richter mit Ehefrau Charlotte den insolvente Unternehmen, von Neumann war es das Kamera-Werk C. Richter, Tharandt i. Sa.. Der Unternehmer Richter investierte in den Ausbau der Werkshallen und die Modernisierung der Fertigunganlagen. Die unter seinem Vorgänger entwickelte Reflekta konnte dadurch in großen Stückzahlen produziert werden und dann ab 1934 ausgeliefert werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Produktion schnell wieder aufgenommen werden, wurde aber 1948 auf Grundlage des Volksentscheides in Sachsens ein "Volkseigener Betrieb -VEB. Die Familie Richter wurde enteignet, verblieb aber nicht in Unternehmen . Als VEB Kamerawerk Tharandt war der Betrieb der sächsischen  Industrieverwaltung Bereich Optik unterstellt. 

1949 ging die Familie Richter nach Berntup / Lippe und gründete die Firma "Lipca" (Lippische Kamerafabrik Richter & Fischer GmbH ). 

1950 wurde der VEB Kamerawerk Tharandt schließlich auf Antrages des 

VEB Welta Kamerawerke eingegliedert.

Die erfolgreiche Reflekta wurde nun weiter verbessert und vom VEB Welta Kamerawerke als Reflekta II verkauft. Aus der Weiterentwicklung beim VEB Welta Kamerawerken entstand die  Weltaflex und wurden in den 50er Jahren mit großem Erfolg verkauft.