Agfa Selectronic Reihen



Mit dem Namen "Selectronic" hat Agfa zwei Kamerabaureihen benannt, zum einen eine Sucherkameras mit Zeitautomatik direkt aus dem Camerawerk München, zum anderen Spiegelreflexkameras die aus Japanischer Produktion stammt, vom Kamerahersteller Chinon.

Agfa Selectronic Sucherkamera

 

1970 wurde die Agfa Selectronic Sensor auf den Markt gebracht und löste die Agfa Optima 500 Sensor ab. Über den gesamten Produktionszeitraum dieser Kamera war die Gehäusefarbe Schwarz, was in den 70er Jahren bei Agfa ein Zeichen für professionelle Kameras war. Die Agfa Selectronic war vom Typ ein Zeitautomat, die Blende wurde vorgewählt und die Kamera wählte dann die entsprechende Belichtungszeit. Ein weiteres Ausstattungsmerkmal war der Selbstauslöser! Trotz des hohen Verkaufspreises von gut 350,00 DM bekam die Agfa Selectronic nur ein dreilinsiges Objektiv, das Apotar welches aber schon in der Agfa Optima 500 Sensor Einsatz fand.

Mit der Markteinführung der Agfa Selectronic kann kurze Zeit später die Agfa Selectronic S auf den Markt und war die Luxusvariante dieses Kameratyps. Die Kamera erhielt als einziges Model dieses Baureihe sogar ein vierlinsiges Objektiv, das Solinar 2,8. Weitere Ausstattungsmerkmale dieser Kamera waren ein Entferungsmesser und einen zusätzlichen Zeiger für die Blende im Sucher. Was sich natürlich im hohen Verkaufspreis selbst für damalige Verhältnisse von 450,00 DM wiederspiegelte. 

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Agfa Selectronic Spiegelreflexkamera

Seit der Agfa Selectaflex von 1963 hat man bei Agfa keine Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven mehr hergestellt. Obwohl die frühen Modelle der Ende 50er bis Mitte der 60er großen Erfolg hatten und beliebt waren. Aber im Vergleich zu anderen Kameraherstellern waren die Absatzzahlen bei Agfa gering! 
Ende der 70er wurden die Spiegelreflexkameras immer beliebter und so sah sich Agfa gezwungen eine eigene Spiegelreflexkamera auf den Markt zubringen. Leider hat Agfa diese Marktentwicklung zu spät erkannt und sie hatten keine Zeit eine eigene Kamera zu entwickeln. So entschied man sich bei Agfa auf die Kameras des Japanischen Kameraherstellers Chinon zurück zugreifen. Was zu dieser Zeit keine seltene Handlung war. Chinon produzierte schon für Foto-Porst, Foto-Quelle und unter Vorbehalt für Neckermann. 
Aber auch in dieser Frage ging Agfa seinen eigenen Weg und lies die vorhandenen Modell durch Schlagheck-Schultes-Design überarbeiten und ihnen den typischen "Agfalook" verpassen. Natürlich erhielten die Modellreihen den für Agfa schon legendären Sensor-Auslöser. 
So wurden ab 1980 die Agfa Selectronic 1 bis 3 auf den Markt gebracht. Von einer einfachen Amateur-Kamera bis zu einer professionellen Kamera für den gehobenen Fotografen. 

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Agfa Selectronic 1

Agfa Selectronic 2

Agfa Selectronic 3