Agfa Flexilette


Die Agfa Flexilette wurde von Agfa 1960 auf den Markt gebracht und bis 1961 produziert, aber allmählich von der  stärker automatisierten Agfa Optima Reflex ersetzt.
Die Agfa Optima Reflex  kam  auch 1960 heraus, es handelte sich wiederum um eine zweiäugige Spiegelreflexkamera. Sie entsprach der Flexilette, es gab sie mit dem  Apotar f/2,8 mit 45 mm Brennweite als Aufnahmeobjektiv, besaß aber anstatt des Lichtschacht- einen Prismensucher und natürlich eine Selenzelle für die Steuerung der Programmautomatik. Sie kostete allerdings mit 398 DM doppelt so viel wie die Agfa Flexilette mit 198 DM.
Die Agfa Flexilette ist eine Kamera mit sehr ungewöhnliches Design, was man eigentlich über alle zweiäugige Spiegelreflexkamera sagen kann. 
Das Zwillingsspiegelreflex-System  war jedoch nicht neu, wurde schon bei einer Rolleiflex 1928 von Franke & Heidecke, Braunschweig eingesetzt. Nur wenige Hersteller verwendeten das System der  Zweiäugige Spiegelreflexkamera, als bekannteste war Zeiss mit seinen Contaflex von 1935. 
Die Agfa Flexilette, so scheint es, war ein Versuch, die Vorteile aus der Fokussierung und uneingeschränkten Sicht mit der Wirtschaftlichkeit, den Komfort des 35-mm-Kleinbild-System zu kombinieren. Das Bestreben war kommerziell nicht erfolgreich für Agfa, da die Kamera nie wirklich einen großen  Marktanteil in der fotografischen Welt erreichen konnte und so wurde die Agfa  Flexilette 1961 zurückgezogen.


Hersteller

Agfa Camerawerk München

Kameratyp

Spiegelreflexkamera

Filmtyp

24 x 36 mm, Kleinbildfilm 135

Herstellungszeitraum

1960 -1961

Optik

Agfa Color-Apotar 1:2,8/45 mm

Verschluss

Gauthier Prontor (1/30 - 1/500 und "B")

Belichtungsmessung


Blende

2,8 - 22

Seriennummer 

AE 2231

Fokus

Manuell, 1 m - ∞ mit Schnittbildentfernungsmessung

Blitz

Blitzschuh ohne  Mittelkontakt , PC-Buchse am Gehäuse